Gepostet von admin am 4. Okt 2011
Assassin’s Creed Brotherhood (PS3)

Assassin’s Creed Brotherhood (PS3)

Assassin’s Creed II war eins der interessantesten Spiele in den Jahren 2009/2010. Die Franchise durchlief einige Iterationen, bis sie die Versprechen des Originalspiels einlöste. Die verführerische neue Umgebung, das Italien in der Zeit der Renaissance, bot neue Spielmechanismen und viel Abwechslung. Assassin’s Creed: Brotherhood macht einen konsequenten Schritt in derselben Richtung und verlegt fast die gesamte Handlung in die ewige Stadt Rom.

Ebenso wie bisher ist auch ein gegenwärtiger Handlungsstrang eingeflochten. Es geht weiterhin unverändert um den andauernden Kampf zwischen den Templern und den Assassinen. Der Spieler übernimmt die Rolle von Desmond, der in der Gegenwart mit Hilfe einer Geräteschaft namens Animus die Erinnerungen seines Vorfahren Ezio durchlebt. Der Spielverlauf wechselt mehrfach zwischen den Zeitsträngen hin und her, aber der Großteil der Handlung spielt sich wieder während der Renaissance ab.

Die grafische Umsetzung Roms ist prächtig gelungen. In einer beeindruckend vielfältigen, offenen Welt erlebt der Spieler das emsige Treiben in den Straßen, imposante Kathedralen, alte Ruinen und Wahrzeichen wie das Kolosseum. In dieser Spielwelt gibt es auch viele Nebenaufgaben, die angegangen werden können, welche aber die Haupthandlung nicht vorantreiben, z.B. das Finden von Schatztruhen, das Ausführen von Auftragsmorden und Missionen für die Gilden; oder einfach nur das Erklimmen von Wahrzeichen und die Erkundung der weiteren Umgebung.

Die Spielsteuerung ist solide, der Spielablauf gediegen; die einzelnen Missionen und Aufgaben sind leider nicht so mannigfaltig wie die technische Umsetzung des Spiels. Ezio kann jetzt Kollegen anheuern, muss also nicht mehr alleine gegen seine Widersacher kämpfen, aber letztlich ist dies lediglich eine evolutionäre Weiterentwicklung der bereits aus Assassin’s Creed II bekannten Mechanismen. Der Kampf in einer Gruppe vermindert allerdings generell den Anspruch und letztlich auch den Spielspaß.

Fans der Fanchise können sich freuen, dass die bisherige Handlung fortgeführt wird, wenn auch nicht sehr weit. Andererseits bietet dieser Nachfolger keine nennenswerten Spielverbesserungen oder Neuerungen und die altbekannten Mechanismen wirken inzwischen etwas ausgetreten. Wer aber vom zweiten Teil nicht genug bekommen konnte, wird von Brotherhood mit gewohnt prächtiger Szenerie bedient, ohne sich großartig umstellen zu müssen. Unter den genannten Vorbehalten von dieser Stelle also eine klare Spielempfehlung!

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